Für ein paar Kumpels erstelle ich gerade eine neue Webseite. Hierbei handelt es sich um kein besonders großen, dafür allerdings aufwendiges Webprojekt, da viele einzelne Kleinteile zusammengefügt werden müssen. Die Webseite basiert auf dem CMS "Drupal" und ist durch zahlreiche Add-Ons und separate Scripts und Programme erweitert worden.
Das Problem, das wir zur Zeit haben ist schlichtweg der Hoster: Host Europe.
Anfangs machte der Hoster durch seinen seriös wirkenden Internetauftritt einen recht guten Eindruck, preislich siedelte der Anbieter sich im Mittelfeld an. Alles in allem war ich davon überzeugt, dass Host Europe der richtige Hoster für das Projekt war, zudem bot er die leistungstechnisch besten Konditionen an – dachte ich.
Als ich die Webseite das erste mal zu Tests auf den Server lud (die FTP-Geschwindigkeit war unter aller Sau) und sie online testen wollte… ging sie nicht. Warum? Weil die .htaccess Datei gesperrt war, Drupal diese allerdings für lesbare URLs benötigt. Gut, da Problem wurde kurzerhand durch umständliches Ausschalten der lesbaren URLs gelöst. Trotzdem lässt die Geschwindigkeit der Seite stark zu wünschen übrig. Trotz geringer Größe braucht die Startseite durchschnittlich zwischen 0,8 und 3 Sekunden zum Aufbau – und das lag nicht an der Leistung meiner Internetleitung (16.000′er Leitung von Alice). Zeit, den Support zu testen.
Ich schrieb also kurzerhand eine Mail in der ich anfragte, ob es möglich sei, die .htaccess Datei separat zubuchen zu können. Ich wäre auch bereit, einen kleinen Aufpreis zu zahlen. In der antwortmail, in der der Mitarbeiter zu 90% kein Bezug zu meinem Anliegen nahm verwies dieser lediglich auf das Webpack L, das mit einem monatlichen Aufpreis von 2 Euro (von 2,99 auf 4,99) zu Buche schlagen sollte. Natürlich war ich anfangs in keiner Weise dazu bereit, 2 Euro mehr pro Monat für die .htaccess Datei auszugeben.
Nach langem Überlegen entschied ich mich jetzt heute Abend dazu, auf das Webpack L upzugraden. Den zusätzlichen Webspace kann man schließlich für allerlei Sachen nutzen, der zusätzliche Traffic kann letztendlich auch nicht schaden. Gesagt getan, es wurde über das Online-Menü mit wenigen Mausklicks geupdatet. Alles schien perfekt, auch wenn der Webspace zuerst noch keine .htaccess Datei annahm. Nach knapp einer halben Stunde ging dann die Domain samt Webspace offline, die Seite war nicht mehr erreichbar. Nur 5 Minuten später kam dann eine Mail an: Rechnung für Webpack L… bla bla… Rechnungsbetrag von 56,88 Euro… bla… wird sofort abgebucht.
Hallo? Was nun los? Ich dachte ich guck nicht richtig! Das war doch eine riesige Unverschämtheit, jetzt sollte ich doch tatsächlich den vollen Betrag für 1 Jahr Webpack L bezahlen! Mit welchem Recht bitteschön? Schlielich habe ich das Webpack L nicht neu bestellt, sondern habe das Webpack M upgegraded. Logischerweise müsste deshalb der Betrag für Paket L mit dem schon bezahlten Betrag für Paket M verrechnet werden.
Ich habe jetzt eine Mail an den Support geschrieben und klar gestellt, dass ich den vollen Betrag auf keinen Fall zahlen werde, für 1 Jahr upgegradeten Webspace im Paket L werde ich höchstens die knapp 20 Euro zahlen, die sich als Differenz zwischen L und M ergeben.
Wir werden ja sehen, was morgen als Antwort kommt.
Bis jetzt kann ich jeden Webmaster raten: Finger weg von Host Europe!

